ESU-VERFAHREN

AKF

Vorgeschmolzene Schlacken für das ESU-Verfahren
Beschreibung

 

AKF ist ein vorgeschmolzenes Gemisch auf Basis Tonerde, Kalk und Flussspat für das Elektro-Schlacke-Umschmelzverfahren. Auf Basis des für ESU-Schlacken typischen Phasendiagramms C-A-F bieten wir, aufgrund der unterschiedlichen Stahlgüten und entsprechend variierender Anforderungen an die ESU-Schlacke, zahlreiche standardisierte Zusammensetzungen an. Darüber hinaus sind wir gerne bereit auf Kundenwunsch individuelle Schlackenkompositionen zu realisieren und für Versuchszwecke benötigte Kleinstmengen anzubieten.

Hauptbestandteile: Al2O3, CaO, CaF2

Schüttgewicht: 1,3 - 1,7 kg/dm³

Anwendung

Für spezielle Stahlsorten reichen die Prozesse der Primär- und Sekundärmetallurgie nicht aus. In solchen Fällen ist eine Tertiärbehandlung durch Umschmelzen und kontrollierter Kristallisation notwendig. Zu diesen Verfahren zählt das Elektro-Schlacke-Umschmelzverfahren (ESU-Verfahren), bei dem das Umschmelzen des Stahles unter einer schützenden, metallurgisch aktiven Schlackenschicht stattfindet. Die für das Schmelzen des Stahls erforderliche Wärme wird durch den elektrischen Widerstand der Schlacke im stromdurchflossenen Zustand geliefert. Beim Absinken der abgeschmolzenen Stahltropfen durch die Schlacke werden bedingt durch die große Oberfläche, Grenzflächenreaktionen wie Entschwefelung, Diffusionsdesoxidation und Abscheidung bereits gebildeter nichtmetallischer Einschlüsse gefördert. Es wird ein weitgehend fehlerfreies Gefüge mit erheblich verbesserten technologischen Eigenschaften erzeugt und gleichzeitig Blockseigerungen und nichtmetallische Einschlüsse minimiert. AKF wird normalerweise im sogenannten Kaltstart eingesetzt, wobei der spezifische Verbrauch bei ca. 20 kg/to Stahl beträgt.

Wirkung

  • Verminderung der nichtmetallischen Einschlüsse (Sulfide und Oxide) im Stahl

  • Verbesserung der technologischen Eigenschaften des Stahls

  • Minimierung von Blockseigerungen

  • Einstellung der elektrischen Leitfähigkeit durch variable Zusammensetzung

  • durch das Vorschmelzen ergeben sich folgende Vorteile:

    • leichte, vollständige Verflüssigung der Schlacke

    • geringere Neigung zur Aufnahme von Feuchtigkeit
      (geringere Gefahr des Einbringens von Wasserstoff in den Stahl)

    • Prozesssicherheit durch konstante und einheitliche Zusammensetzung

PRODUKT
ÜBERSICHT
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